"BürgerInnenzug": Hamburg, 10. November 2006
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Rede Bahn von unten (pdf / 121 KB)
Presseerklärung:
Koalitionskompromiss beim Bahnbörsengang stößt auf breiten Protest in Hamburg
Heute, Freitag abend sind 80-100 Personen, z.T. aus dem ganzen Bundesgebiet, aus den unterschiedlichsten Initiativen und Gruppierungen vom Hamburger Hauptbahnhof über Dammtorbahnhof bis zum S-Bahnhof Sternschanze gezogen. Viele verschiedene z.T. ausgefallene Transparente, gebastelte Heuschrecken, ein Bullenkostüm und farbige Lichte aller Art gaben dem "BürgerInnenzug" ein buntes Gesicht. Diese sinnliche Erscheinung wurde durch Liedbeiträge und durch RednerInnen akustisch unterstützt. Sie beleuchteten die Hintergründe und Konsequenzen der Bahnprivatisierung aus den unterschiedlichen Bickwinkel (Winfried Wolf, Verkehrswissenschaftler, "Bügerbahn statt Börsenbahn"), Gilbert Siegler (WASG, AG Umwelt und Energie), Marianne Wildberger (Attac), Jürgen Mumme (ROBIN WOOD) und Hans-Gerd Öfinger (Bahn von unten - Transnet).
Winfried Wolf bei seiner
Ansprache
Foto: Udo Schuldt
Lizenz: Creative Commons
Bei der Frage nach der
Motivation für solch einen Protest, wo die Privatisierung doch beschlossene
Sache sei, sagte ein Teilnehmer: "Die Regierungskoalition hat dies beschlossen,
womit auch zu rechnen war."
Foto: Udo
Schuldt, Lizenz: Creative Commons
Aber der Beschluß im Bundestag ist keinesfalls sicher, wie man in den letzten Tagen in der Presse vernehmen konnte.Denn tatsächlich gibt es kein einziges stichhaltiges Argument, daß die Privatisierung Vorteile für Beschäftigte, Fahrgäste oder der öffentlichen Hand bringt. Im Gegenteil - alle drei zahlen drauf. Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben daß sich die Mehrheit der Parlamentarier für eine nachhaltige Bahnreform entscheiden werde und die kann nur in öffentlicher Hand statt finden". Auf Nachfrage wie es denn jetzt weiter gehen wird sagte eine Teilnehmerin: "Die Überzeugungsarbeit wird weiter fortgesetzt, dabei werden wir verstärkt unsere Alternativlösungen für eine Bürgerbahn in die Diskussion einbringen".
Diese sind auch im
Internet auf der Bahn für Alle Webseite nachzulesen.
Siehe dazu auch: Unsere Alternativlösungen
Stephan Schumacher

