Wir tun was: Bahn für Alle

Bahn für alle in AktionKein Traum, sondern zeitgemäße Forderungen: Eine gute Bahn zu fairen Preisen. Eine zukunftstaugliche Mobilität für Alle. Die Bahn fest auf Schienenkurs und in öffentlicher Hand statt im Börsentaumel oder auf der Profitspur. Dafür stehen wir, das Bündnis Bahn für Alle, mit unseren Aktionen.

Der Alternative Geschäftsbericht der Deutschen Bahn AG erscheint inzwischen zum zehnten Mal und zum vierten Mal als taz-Beilage. Erstellt und finanziert wird diese kritische Auseinandersetzung mit der DB-Jahresbilanz vom Bündnis Bahn für Alle.

Bahn für Alle wurde 2005 gegründet – als Reaktion auf die erklärte Absicht der zunächst rot-grünen Bundesregierung, dann der Bundesregierung einer Großen Koalition, die DB AG zu privatisieren („Börsengang“). Erschüttert wurde dieses Projekt im September 2007, als eine Mehrheit auf dem SPD-Parteitag in Hamburg eine Bahnprivatisierung ablehnte. Bahn für Alle hatte wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Geplatzt ist der – dann modifizierte – Privatisierungsplan schließlich am 9. Oktober 2008, als der Börsenprospekt schon gedruckt und der Börsengang bereits terminiert war. Politisch war von der Merkel-geführten Großen Koalition nicht mehr vermittelbar, das sichere öffentliche Anlagevermögen Bahn von diesen Banken in zweifelhafte Wertpapiere umwandeln zu lassen. Der Preis für das jahrelange Fahren auf Verschleiß, um die Bilanz für die Börse aufzuhübschen, war hoch: Bahn für Alle deckte auf, dass der ICE-Achsbruch vom 8. Juli 2008 in Köln kein Einzelfall war, sondern die Radsatzwellen mehrerer Baureihen von ICE-Hochgeschwindigkeitszügen nicht dauerfest sind. Nach 2008 gab es dennoch keinen Kurswechsel in der Geschäftspolitik der DB AG. Abbau und Kahlschlag bei der inländischen Schieneninfrastruktur auf der einen Seite, Prestigeprojekte ohne verkehrlichen Nutzen und teure Zukäufe bahnfremder Unternehmen weltweit auf der anderen. Im Sommer 2015 intervenierte Bahn für Alle, als der DB-Vorstand versuchte, in der parlamentarischen Sommerpause den Einstieg privater Anteilseigner in den Konzern zu ermöglichen statt bahnfremde Sparten zu verkaufen.

Bahn für Alle arbeitet als Zusammenschluss von 20 Organisationen aus Globalisierungskritik, Umweltschutz, politischer Jugendarbeit, Gewerkschaften und Fahrgastverbänden. Mitglied sind: Attac · Bahn von unten in der EVG · Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz · Bürgerbahn statt Börsenbahn · Gemeingut in BürgerInnenhand · Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) · Grüne Jugend · GRÜNE LIGA · IG Metall · Jusos in der SPD · Linksjugend Solid · NaturFreunde Deutschlands · Pro Bahn Berlin-Branden-burg · Pro Bahn Hessen · Robin Wood · Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken · Umkehr · VCD Brandenburg · Ver.di.

Finanzierung

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Impressum
Einmalige Veröffentlichung des Bündnisses Bahn für Alle als Beilage in der taz am 23.3.2017 // V.i.S.d.P. Bernhard Knierim Choriner Str. 6 · 10119 Berlin // Texte & Redaktion Wolfgang Hesse · Bernhard Knierim · Katrin Kusche · Winfried Wolf // Lektorat Katrin Kusche // Bilder: Seite I & II J. Römer // Seite III & IV B. Knierim // Layout Joachim Römer
 

Alternativer Geschäftsbericht DB AG 2016/17

 

Bündnis Bahn für alle