Rundbrief Nr. 11 // 02. November 2006
Stoppt den Ausverkauf der Bahn - Bahn für Alle

Liebe Bahn-Engagierte,

vieles deutet darauf hin, dass wir in puncto Bahnbörsengang jetzt das große Finale erleben. Und wir dürfen ausgesprochen gespannt sein - derzeit ist alles möglich. Wir schwanken stündlich zwischen Euphorie und bangem Zittern.

Hier also ein brandaktueller Rundbrief, vor allem mit der Bitte, jetzt so schnell wie möglich alle gesammelten Unterschriften zurückzuschicken.

Es grüßen Euch herzlich

Stephanie Handtmann und Erasmus Müller
für das Koordinierungsteam von Bahn für Alle


Inhalt:
1. Showdown im Lenkungsausschuss
2. Bitte Unterschriftenlisten zurücksenden!
3. "Bahn-Fakten": Alternativen zum Börsengang
4. Bahn für Alle Demo in Hamburg am 10.11.






1. Showdown im Lenkungsausschuss



Der 8. November könnte der entscheidende Tag in der Frage der Bahnprivatisierung werden. An diesem Tag treffen sich im Lenkungsausschuss erneut die tonangebenden Vertreter aus Regierung und Koalitionsfraktionen. Und diesmal scheint es um alles oder nichts zu gehen.

Täglich mehren sich in sämtlichen Medien die Spekulationen und Verlautbarungen über ein mögliches Scheitern der Börsenpläne - und damit über einen gewaltigen Erfolg unserer Kampagne. Aber sind die Privatisierer wirklich mit ihrem Latein am Ende? Oder handelt es sich um einen großen Bluff der Politprofis? Sollen vielleicht nur die verschiedenen Lager ("Eigentumsmodell" versus "Eigentumssicherungsmodell") durch Androhung eines Scheiterns zur Einigung genötigt werden? Oder soll gar durch demonstrative Zerstrittenheit Kanzlerin Merkel ein Machtwort abgerungen werden? Ein Politkrimi par excellence.

Bahn für Alle hat gestern in einer Pressekonferenz zusammen mit dem SPD-Abgeordneten Hermann Scheer medienwirksam den Börsengang infrage gestellt. Eine Reihe von Zeitungen haben unsere Ideen aufgegriffen, unter anderem einen Bundestagsantrag gegen die Privatisierung quer durch alle Fraktionen einzubringen sowie zur Finanzierung des Schienenverkehrs Bahnanleihen an BürgerInnen auszugeben, die mit attraktiven Angeboten für BahnkundInnen verbunden wären.

Hier aus der Vielzahl von Meldungen die spannendsten aktuellen Links.

Mehdorn glaubt nicht mehr an den Börsengang:
Spiegel
Die Welt



2. Bitte Unterschriftenlisten zurücksenden!



Wir beratschlagen im Moment, nun vor dem 8. November unsere gesammelten Unterschriften gegen den Bahnbörsengang in die Waagschale zu werfen. Der Börsengang wackelt gerade so sehr, dass unsere geballte Ladung BürgerInnen-Willen jetzt den entscheidenden Unterschied machen kann. Im Rahmen einer kreativen Aktion würden wir dann nächste Woche die zigtausende Unterschriften den Streitführern in Berlin präsentieren. An der genauen Umsetzung arbeiten wir momentan mit Feuereifer.

Egal, ob wir die Unterschriften jetzt zum Einsatz bringen oder für einen noch besseren Moment aufsparen: Tütet auf jeden Fall jetzt alle Eure bisher gesammelten Bahn-Unterschriften ein und ab geht die Post an

Bahn für Alle
c/o Attac
Münchener Straße 48
60329 Frankfurt

oder per Fax an

069 - 900 281 99

Listen, die bis spätestens Montag, 6. November eingehen, kommen im Falle einer Übergabe noch mit nach Berlin. Lauft also lieber heute als morgen zum Postkasten Eures Vertrauens.



3. "Bahn-Fakten": Alternativen zum Börsengang



Bahn für Alle hat eine neue Materialserie mit unseren Argumenten aufgelegt. Unter dem Namen "Bahn-Fakten" entstehen derzeit übersichtliche A4-Blätter, die jeweils einen bestimmten Aspekt des Bahnbörsengangs prägnant beleuchten und unsere Kritik sowie Alternativen vorstellen.

In der derzeitigen Diskussion taucht natürlich vermehrt die Frage nach Alternativen zum Börsengang auf. Nagelneu fertig hier also die Nummer 1, "Unsere Alternative zum Börsengang", und die Nummer 2, "Alternative Finanzquellen für die Bahn". Zum Herunterladen, Lesen, Ausdrucken und Weiterreichen.



4. Bahn für Alle Demo in Hamburg am 10.11.



Für den 10. November ist eine Demonstration von Bahn für Alle in Hamburg geplant. Nach einer Auftaktkundgebung wird der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Altona führen.

Sollte der 8. November das Ende der Börsenpläne bedeuten, wird aus der Demo auch ein großer Festumzug, weil damit unser erstes Etappenziel auf dem Weg zur demokratischen, bürgernahen, ökologischen und arbeitnehmerfreundlichen Bahn erreicht wäre. Falls sich die PolitikerInnen jedoch auf einen Börsengang versteifen, werden wir ihnen zeigen, dass sie die Rechnung dabei ohne den Wirt, nämlich die Bürgerinnen und Bürger machen.


Bahn für Alle
c/o Attac-Bundesbüro
Münchener Str. 48
60329 Frankfurt a.M.
Tel. 069 - 900 281 40
Fax 069 - 900 281 99
info@bahn-fuer-alle.de


Spenden für das Bündnis "Bahn für Alle":
www.bahn-fuer-alle.de/spenden



Bündnis Bahn für alle