Rundbrief Nr. 7 // 22. Juli 2006
Stoppt den Ausverkauf der Bahn - Bahn für Alle



Jetzt online protestieren gegen den Ausverkauf der Bahn!
www.bahn-fuer-alle.de/mailomat


Liebe Bahn-Interessierte,

die Politik geht in die Sommerpause - und immer stärker regt sich der Protest gegen den Ausverkauf der Bahn. Die Kampagne "Bahn für Alle" startet durch mit einer spektakulären Aktion am Berliner Hauptbahnhof und Online-Protest. Schreiben Sie Ihrem Wahlkreisabgeordneten noch heute Ihre Meinung über den Ausverkauf der Bahn - jetzt ganz einfach mit ein paar Mausklicks unter www.bahn-fuer-alle.de. Und ganz wichtig: Laden Sie alle Freunde, Verwandte und Bekannte dazu ein, es Ihnen gleich zu tun und Ihre Stimme gegen den Privatisierungs-Wahnsinn zu erheben.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass trotz des sommerlichen Wetters den Abgeordneten ein scharfer Wind ins Gesicht bläst, wenn diese aus dem Urlaub wiederkommen.

Mit besten Grüßen,

Chris Methmann und Erasmus Müller
Für die Bahn-Kampagnengruppe


Inhalt:
1. Aktionswoche: Banneraktion am Hauptbahnhof
2. Signale des wachsenden Widerstands
3. Neue Materialien


 



1. Aktionswoche: Banneraktion am Hauptbahnhof



Mit einer spektakulären Kletteraktion haben AktivistInnen des Bündnisses "Bahn für Alle" am Freitag die erste bundesweite Aktionswoche von "Bahn für Alle" eingeleitet. Vom Vordach des neuen Berliner Hauptbahnhofs, gegenüber dem Kanzleramt, ließen sie ein Banner mit der Aufschrift "Bahn für alle statt Profite für wenige! Stoppt den Ausverkauf der Bahn!" herab.

Bilder und mehr Infos über die Aktion unter: www.bahn-fuer-alle.de.

Während der Aktionswoche vom 22.-29. Juli finden in mehr als 25 Städten Protestaktionen gegen den Börsengang der Bahn statt. Wenn Sie mitmachen wollen, aber nicht wissen, an wen Sie sich vor Ort wenden können, rufen Sie an unter 069/900 281 40 oder schreiben Sie eine Mail an info@bahn-fuer-alle.de. Es gibt bereits jetzt eine Reihe von Regionalgruppen, die gegen die Börsenbahn mobil machen. Augsburg, Berlin, Erlangen, Hamburg, Konstanz, Mainz, München, Münster, Saarbrücken, Trier, Tübingen und viele weitere Orte werden Ende Juli auf der Straße und in der Presse unseren Einsatz für eine menschenfreundliche öffentliche Bahn zu Gesicht bekommen.



2. Signale des wachsenden Widerstands



Weitestgehend unbemerkt und unhinterfragt von der Bevölkerung soll die Bahn an die Börse. Doch die Anzeichen mehren sich, dass es so einfach nicht wird. Eine kleine Schau hoffnungsvoller Signale:

Nur ein Drittel der Deutschen für Börsengang
Laut einer Forsa-Umfrage vom Mai sind nicht mal ein Drittel der Menschen in Deutschland für eine Privatisierung der Bahn. Nur 29 % sprechen sich für einen Börsengang aus, 45% lehnen ihn ab. Überraschende 26% sind noch Unentschlossen. Und hier zeigt sich eine große Chance: Wenn es uns gelingt, auch nur einen Teil dieser Unentschlossenen von den katastrophalen Auswirkungen eines Verkaufs zu überzeugen, wird die öffentliche Skepsis in breite Ablehnung umschlagen.

Uneinigkeit in der SPD
Nicht genug, dass die Regierung seit Wochen demonstrativ Uneinigkeit zur Schau stellt, welches Modell der Privatisierung zu bevorzugen sei. Jetzt werden auch erste Stimmen laut, die Privatisierung ganz sein zu lassen. Auf unseren Brief an alle Bundestagsabgeordneten antwortete Lothar Mark, SPD-MdB aus Mannheim: "Heute gibt es weiterhin Verbesserungsbedarf, was allerdings auch meiner Ansicht nach nicht durch eine Kapitalprivatisierung, ob mit oder ohne Schienennetz, erreicht werden sollte. Ich stehe für die Fortführung des Reformkonzeptes bei Verbleib des Konzerns in öffentlichem Eigentum." Offensichtlich wachsen selbst in der Regierungsfraktion die Zweifel an den versprochenen Segnungen der Privatisierung.

Kurswechsel der Gewerkschaften
Auch auf Gewerkschaftsseite tut sich etwas. In der letzten Woche wurde ein gemeinsames Papier von Transnet-Chef Hansen und dem Verdi-Vorsitzenden Bsirske bekannt, in dem sich beide für einen Erhalt der Bahn "als integriertes Unternehmen in Staatseigentum" aussprechen. Dies überrascht insofern, als Hansen sich in der Vergangenheit mehrfach für einen sogenannten integrierten Börsengang ausgesprochen hatte. Weiter heißt es in dem Papier: "Überlegungen, einzelne Teile des Konzerns mehrheitlich oder vollständig zu verkaufen, gefährden zigtausend Arbeitsplätze und führen zu Verschlechterungen der Tarif- und Sozialstandards in der gesamten Schienenverkehrsbranche." Zwar sind diesen Worten bis jetzt kaum Taten gefolgt, und die Gewerkschaften haben sich nicht übermäßig bemüht, die Erklärung öffentlich zu machen. Dennoch besteht jetzt die Chance, die beiden Vorsitzenden auf ihr Wort festzunageln.

Auch wenn die Privatisierung droht, mehren sich die Zeichen des Widerstands. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen. Beteiligen Sie sich zahlreich an den Aktionen, verteilen Sie Info-Material und informieren Sie Freunde und Bekannte vom Privatisierungsskandal. Damit Sie auch morgen noch von Aachen nach Zwickau kommen!


3. Frisches Material



Weitersagen: Jetzt online gegen den Ausverkauf der Bahn protestieren!
Unter www.bahn-fuer-alle.de/mailomat mit ein paar Mausklicks den eigenen Bundestagsabgeordneten die Meinung sagen und den Börsengang der Bahn verhindern. Und natürlich möglichst viele Freunde, Verwandte und Bekannte informieren.

In wenigen Tagen wird das Buch zur Kampagne druckfrisch vorliegen: "In den letzten Zügen" von Winfried Wolf informiert anschaulich über die Geschichte der Bahn und die Hintergründe der beabsichtigten Privatisierung. Ab Ende Juli als Attac Basistext für 6,50 Euro über den Attac Webshop erhältlich. Jetzt schon Leseproben unter http://www.vsa-verlag.de.

Und auch sonst gibt es viel spannendes neues Kampagnenmaterial für den persönlichen Protest. Folgende Highlights und noch vieles mehr unter http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/material.php:

  • "Ihr Reiseplan"
    zentrales Kampagnen-Informationsblatt im Stil des
    Bahn-Faltblattes, wie es in den Fernzügen ausliegt. Der Hingucker auf langen Bahn-Reisen!
  • Trillerpfeife
    Pfeift auf die Investorenbahn: Bei Demos, Aktionen und als Geschenk gegen Spende am Infostand - die Trillerpfeife "Bahn für Alle". Damit unser Protest nicht ungehört bleibt.
  • Plakat "Neulich auf der Strecke nach Berlin..."
    Hingucker für jeden
    Infostand und freie Flächen.


Also, nicht lang zögern und bestellen unter www.bahn-fuer-alle.de -> Material.


Eine letzte Sache noch: Politische Arbeit kostet Geld. Damit die Kampagne "Bahn für Alle" ein durchschlagender Erfolg wird, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende und retten Sie die Bahn vor dem Ausverkauf!

Gemeinsames Spendenkonto:
Attac Trägerverein e.V.
GLS Gemeinschaftsbank
Konto-Nr. 6007726102
BLZ 43060967

Bündnis Bahn für alle