Rundbrief Nr. 8 // 22. August 2006

Stoppt den Ausverkauf der Bahn - Bahn für Alle


Liebe Bahn-Interessierte,

der achte Rundbrief zur Kampagne "Bahn für Alle" ist fertig. Bitte beachtet insbesondere die Vorankündigung für die zweite Aktionswoche im September.

 
Viele Grüße von eurem Kampagnenteam!

Auf bald und erfolgreiche Aktionen wünschen
 

Hanno Bruchmann, Sebastian Gliem,
Stephanie Handtmann und Erasmus Müller

 

 


Inhalt:

 

1. Rückblick auf die erste Aktionswoche

2. Weitere Strategie

3. Bundesweite Aktionswochen: 9.9. bis 23.9.

4. Empfohlene Aktionsideen zur Aktionswoche

5. WICHTIG: Unterschriften schnell zurückschicken!

6. Kampagnenbuch "In den letzten Zügen"


 


 

 


1. Rückblick auf die erste Aktionswoche


 
In mehr als 25 Städten wurden im Rahmen der ersten Bahn-Aktionswoche Ende Juli unterschiedlichste Aktionen organisiert, von der Rhythmusmaschine in Berlin über Infostände bis hin zu Straßentheatern.

Zum Auftakt entfalteten Robin Wood und Attac bei einer spektakulären gemeinsamen Aktion am Vordach des neuen Berliner Hauptbahnhofes ein riesiges Transparent mit dem Schriftzug "Bahn für alle statt Profite für wenige! Stoppt den Ausverkauf der Bahn!"

Mehr Infos zur vergangenen Aktionswoche auf unserer Website

http://www.bahn-fuer-alle.de
 

Die Abschlussaktion der Attac-Sommerakademie, bei der knapp 200 TeilnehmerInnen ein Straßentheater gegen die Privatisierung der Bahn auf einem zentralen Karlsruher Platz inszenierten, schaffte es sogar ins
Fernsehen.

Vielen herzlichen Dank an alle, die sich an den bisherigen Aktionen beteiligt haben!

 

 


2. Weitere Strategie


 
Durch die vielfältigen Aktionen sind wir mittlerweile gut in der Öffentlichkeit angekommen und werdenm zunehmend als Akteur in der Debatte wahrgenommen. Berichte über Aktionen, Fotos und Pressemitteilungen erscheinen auch in überregionalen Zeitungen. Ein wichtiges Ziel der Bahn-Kampagne ist es, die Menschen darüber zu informieren, dass die Bahn an private Investoren verramscht werden soll, denn das Ausmaß der Plünderung öffentlichen Eigentums und die Konsequenzen daraus sind vielen BürgerInnen bisher noch nicht bewusst. In den Gesprächen an Infoständen erfahren wir in der Regel große Unterstützung für unsere Arbeit.

Um die grundsätzliche Bundestags-Entscheidung für die Kapitalisierung, die nach derzeitigem Kenntnisstand am 29. September ansteht, zu verhindern, müssen die Abgeordneten noch mehr "Feuer" kriegen. Jetzt ist der Zeitpunkt, gekommen, ganz massiv die einzelnen Wahlkreisabgeordneten anzusprechen.

Wir halten es für eine effiziente Strategie, dabei das latent verbreitete Unbehagen zumindest vieler SPD- (und auch einiger CDU/CSU-) Abgeordneten über die Bahn-Entscheidung ihrer jeweiligen Parteioberen aufzugreifen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einzelne Abgeordnete, konfrontiert mit unseren Argumenten, sich bislang wenig mit dem Thema auseinandergesetzt und häufig keine feststehende Meinung zur Bahnprivatisierung haben. Die Plünderung öffentlichen Eigentums müsste ein traditionelles Sozialdemokratenherz eigentlich besonders treffen - insofern besteht unseres Erachtens hier ein guter Hebel.

Direkter Druck durch Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis ist ein effektives Mittel, Sand ins parlamentarische Getriebe zu streuen - außerdem konzentriert sich dadurch die Kampagnenarbeit nicht auf Berlin, sondern kann dezentral stark getragen werden.

 

 


3. Bundesweite Aktionswochen: 9.9. bis 23.9.


 
Vom 9. bis 23. September finden weitere bundesweite Aktionswochen statt.

Dabei weichen wir vom bisherigen Muster (Aktionswoche = eine Woche) ab, um auch den Gruppen in den später aus den Sommerferien heimkehrenden Bundesländern die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben und trotzdem einen konzertierten Zeitraum für Aktionen zu haben.

Sehr wahrscheinlich bleibt es beim ursprünglichen Termin für eine Entscheidung am 29. September. Eine Entscheidung pro Kapitalisierung wäre ein Auftrag an die Bundesregierung, die Privatisierung in Gesetzesform zu gießen. Diese Gesetzesvorlage würde dann 2007 im Bundestag diskutiert und verabschiedet. Insofern wäre es auch nach einem Bundestagsbeschluss noch nicht zu spät, den ganzen Plan zu verhindern - jedoch ungleich schwerer.

Für das Kampagnenbündnis bedeutet das, dass die Zeit extrem knapp wird und jetzt die heiße Phase eingeläutet werden muss!

 

 


4. Empfohlene Aktionsideen zur Aktionswoche


 
Besuche in den Wahlkreisbüros insbesondere der SPD

  • entweder mit vereinbartem Gesprächstermin oder notfalls auch ohne
  • den Termin vorher medienwirksam ankündigen
  • nehmt ein Transparent als Blickfang mit oder begleitet den Besuch durch andere Aktionen - das erhöht den Aufmerksamkeitsfaktor für die Lokalpresse enorm

 
Podiumsdiskussionen mit lokalen Abgeordneten und unseren Bahnexperten

  • in Konstanz und auch in anderen Städten haben Attac-Gruppen bereits solche öffentlichen Diskussionen organisiert - diese führten häufig zu Aha-Effekten bei den VolksvertreterInnen, die sich bislang mit der wahren Dimension der Problematik noch nicht auseinander gesetzt hatten
  • eine Podiumsdiskussion ist mit ein paar Leuten schnell organisiert und
  • wir können mit Tipps und ReferentInnen helfen


Kontaktiert die lokalen Gruppen der Bündnisorganisationen
Attac, BUND,
Robin Wood, Naturfreunde sowie Gewerkschaften. Die Kontaktdaten der Aktiven aus eurer Stadt findet Ihr auf den jeweiligen Homepages der Bündnispartner (und diese wiederum auf www.bahn-fuer-alle.de).

 
Weitere Anregungen

Lasst euch auf der Homepage von Aktionsideen inspirieren

http://www.bahn-fuer-alle.de/media/docs/material/aktionsreader-bahn-2.0.pdf

 
und informiert euch über Aktionen aus anderen Städten, z. B.:

  • Leipzig: http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/rueckblick/rowo060803/mehr-fotos.php
  •  Karlsruhe: http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/rueckblick/soak060809/bericht.php

 

Auch hier gilt wieder: Bitte informiert uns unbedingt über geplante und gelaufene Aktionen. So können wir Journalisten und Journalstinnen, die sich bei uns im Büro melden und mehr über lokale Aktionen wissen möchten, an euch verweisen, und nachher Berichte auf die Website stellen.

 

 


5. WICHTIG: Unterschriften schnell zurückschicken!


 
Um das Kampagnenziel "Verhinderung der Bundestages-Entscheidung für einen Ausverkauf" zu erreichen, ist es sehr wichtig, den Abgeordneten eine große Anzahl von Unterschriften gegen den Börsengang präsentieren zu können.

Sammelt, was das Zeug hält, und schickt uns die Unterschriften möglichst bald zurück.

Wir werden im Büro noch gut damit zu tun haben, die Unterschriften zu zählen und zu verarbeiten.

Deshalb bitten wir euch, uns die bereits gesammelten Listen zur Bearbeitung nicht erst auf den letzten Drücker zurückzuschicken. Bitte steckt ausgefüllte Listen in einen Umschlag und schickt diesen in den nächsten Tagen ins Attac-Bundesbüro (Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt a.M.)! Danke!

 

 


6. Kampagnenbuch "In den letzten Zügen"


 
Eine besondere Neuheit gibt es im Attac-Webshop:

Der Attac-Basistext "In den letzten Zügen - Bürgerbahn statt Börsenbahn" von Winfried Wolf (VSA-Verlag, 96 Seiten) kann bei uns online für 6,50 € bestellt werden.

 

"Ein Plädoyer für eine Verkehrswende, in deren Zentrum der Ausbau der Schiene steht, für eine Bahn in öffentlichem Eigentum. Diese andere Verkehrswelt ist nicht nur möglich. Sie existiert zumindest in zentralen Bestandteilen in der Schweiz in Form der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB)."
 

Bestellung über

http://www.attac.de/service/materialbestellung/shop/product_info.php?cPath=6_57&products_id=433

 

 


Kontakt:

Attac-Bundesbüro

Bahnkampagne

Münchener Str. 48

60329 Frankfurt a.M.

Tel: 069 -- 900 281 40

 


Spenden für das Bündnis Bahn für Alle an:

Attac Trägerverein e.V.

Konto 6007726102

GLS Gemeinschaftsbank

BLZ 43060967


 

 

 

 

Bündnis Bahn für alle