Bundesvorstand von ver.di gegen Bahnprivatisierung

24.1.2007: Der ver.di-Bundesvorstand hat am Montag, 22. Januar 2007, Nein zur Privatisierung der Deutschen Bahn AG, Ja zu mehr Verkehr auf der Schiene und Sicherung der Arbeitsplätze gesagt. Die Deutschen Bahn AG müsse als integriertes Unternehmen im vollständigen Staatseigentum bleibt. Zur staatlichen Daseinsvorsorge gehörten ein dichtes Schienennetz und attraktive Angebote auf der Schiene. Der Bund solle sich zu seiner Rolle als Eigentümer des Unternehmens DB AG zu bekennen. Wenn notwendig, müsse fehlendes Eigenkapital der DB AG durch Bundesmittel aufgebracht werden.

ver.di warnt vor einer mit der Kapitalprivatisierung einhergehenden Gefährdung von Arbeitsplätzen und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bei der DB AG sowie der von der DB AG abhängigen Wirtschaftsbereiche. Die Auffassung der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung und der Beschäftigten der DB AG für eine DB AG in öffentlichem Eigentum müsse in der Politik Berücksichtigung finden.

Bisher hatten sich die DGB-Gewerkschaften zur Bahnprivatisierung nur zurückhaltend geäußert, da die Eisenbahngewerkschaft Transnet mit ihrem Vorsitzenden Norbert Hansen einen privatisierungsfreundlichen Kurs fährt. Transent-Mitglieder, die gegen die Bahnprivatisierung sind, können sich nun an ver.di orientieren. Hansens privatisierungsfreundlicher Kurs hat Transnet in eine tiefe Krise geführt. So sind zum Jahreswechsel bereits die beiden politischen Vorstandssekretäre Markus Fuß und Armin Duttiné ausgeschieden.

ver.di ruft auf ihrer Startseite im Internet auf, sich bei Bahn für Alle zu engagieren und den Aufruf der GewerkschafterInnen zu unterzeichnen.

Unsere Pressemitteilung

 

Bündnis Bahn für alle