Am 14.08. berichtet "Monitor" ...

... über die nicht dauerfesten Radsatzwellen der ICE-3.

Darunter neue Dokumente, die belegen, dass die Bahn INTERN selbst das Problem kennt - schlimmer noch, dass bei den ICE-3, die nach Paris fahren, ein Teil der Radsatzwellen nicht einmal die Dauerfestigkeit nach der Norm haben und dass die DB AG daher

  • am 5.8. dem EBA vorschlug, die Toiletten in den Mittelwagen zu schließen, um derart 750 kg Gewicht einzusparen
  • am 8.8. dem EBA vorschlug, die Wirbelstrombremsen dieser betroffenen Züge im deutschen Netz auszuschalten, um die möglichen Belastungen auf den Radsätzen zu reduzieren, wobei im französischen Netz diese Bremsen wieder eingeschaltet sein würden, was dann deshalb kein Problem sei, da es ab Forbach ja "Reservierungspflicht" und daher wenihger Fahrgäste geben würde.

All das erstens schiftlich und zweitens vom EBA als echt identifiziert. (Natürlich dachten wir anfangs, das sei (a) Fälschung und / oder (b) schlechtes Kabarett. )

 

Strafanzeige verbummelt?

Pof. Heiner Monheim, Prof. Karl-Dieter Bodack, Andreas Kleber und Winfried Wolf stellten, wie auszugsweise in der Taz-Beilage vom 5.8. dokumentiert, am 29.7. bei der Kölner Staatsanwaltschaft Anzeige gegen den Bahnvorstand wg. des Verdachts auf Eingriff in den Bahnverkehr § 315 Stafgesetzbuch. Die Kölner Staatsanwaltschaft behauptet bis heute, sie habe die Anzeige nicht erhalten, was schlicht die Unwahrheit ist. Wir können gerichtsfest dokumentieren, dass sie das haben. Mündlich erklärt die Kölner Staatsanwaltschaft, dass WENN sie die Anzeige denn erhalten haben würden, sie erklären würden, nicht zuständig zu sein. Da gelte der Firmensitz (Berlin). Unser Anwalt - Hartmut Lierow - erklärt, dass da das Tatortprinzip gelte - Tatort = Hohenzollernbrücke, Köln, 9.7.2008.

Wir haben nun HEUTE vormittag gewissermassen ergänzend und hilfsweise die Strafanzeige auch der Berliner Staatsanwaltschaft zur Kenntnis gebracht, dabei erklärt, dass die Kölner Staatsanwaltschaft sich faktisch weigert, das zur Kennntis zu nehmen. Und den bekannten Text ergänzt um die zwei neuen Bahn-internen Briefe vom 5. und 8.8. (siehe oben).



 

Bündnis Bahn für alle