Sonderzeitung des Bündnisses Bahn für Alle - Winter 2008/09

Schöne Bahn-Bescherung

ICE

Veröffentlichung des Bündnisses „Bahn für Alle“ als Beilage in der taz am 22. Dezember 2008 sowie als „Sonderzeitung für eine Bürgerbahn“. Texte und Layout wurden ehrenamtlich erstellt. Trotzdem kostet der Druck der Zeitung mehrere Tausend Euro. Unterstützen Sie die Kampagne mit einer Spende. Diese Beilage kann als Sonderzeitung über den attac-Webshop bestellt werden. Sie eignet sich gut für Aktionen vor Ort - zum Verteilen vor Bahnhöfen, zum dezenten Hinterlassen in Zügen, für Stände usw.

Inhalt:

  • Weniger Leistung + weniger Sicherheit = Höhere Fahrpreise
    Mit dem jüngsten Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 präsentierte die Deutsche Bahn AG eine wahrlich schöne Bescherung: Die Fahrpreise wurden deftig erhöht. Laut einer „Welt online″-Untersuchung verteuerte sich jede dritte Verbindung „um mehr als vier Prozent″. Nun werden im gewöhnlichen Wirtschaftsleben höhere Preise mit besseren Leistungen begründet. Bei der DB AG gilt eine andere Philosophie. 
     
  • Kurzsichtig und kundenfeindlich: Fahrpreise der Bahn
    „Unsere Züge schonen die Umwelt. Unsere Preise schonen ihren Geldbeutel.“ So lautet der Werbeslogan auf Lokomotiven der Deutschen Bahn AG (DB AG). Dessen ungeachtet hat das „Unternehmen Zukunft“ am 14. Dezember 2008 zum sechsten Mal innerhalb von fünf Jahren die Fahrpreise angehoben – diesmal um durchschnittlich 3,9 Prozent.

  • Abkehr von der Bürgerbahn
  • Streckenabbau und Bahnhofsterben hier — Rückverstaatlichung im Ausland

  • Fahrgäste finanzieren Bahngewinne und Börsengang
  • Bahn für Alle dokumentiert: Allein seit Januar 2004 und bis Ende 2008 stiegen die Fahrpreise im Fernverkehr um 24,3%.

  • „Die Gefahren werden ignoriert“
    Interview mit dem "Räderpapst" Prof. Vatroslav Grubisic. 
     
  • Für‘s Klima ein guter Zug
  • Mit unserer Mobilität sind wir für ein Fünftel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Die große Masse der Treibhausgase kommt aus den Auspuffrohren von Autos und Lastwagen, drei Viertel davon fahren in den Industrieländern.

  • Bahnreform oder Bahnverkauf?
  • Mit dem Ende der Privatisierungswelle muss auch der Versuch, den Betrieb der bundeseigenen (richtiger: volkseigenen) DB AG an die Börse zu bringen, am Ende sein. Der Teilverkauf ist nicht endgültig vom Tisch. Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch gegen den Bahnverkauf. Das soll im Wahljahr 2009 eine Rolle spielen.

  • Die Achsen des Bösen
  • Was vor Köln mit einem ICE passiert ist, war einmalig. Vergleiche mit dem größten Zugunglück in der Geschichte der Hochgeschwindigkeitszüge, dem Unfall von Eschede, verbieten sich.

  • Ursachen des Kölner Achsbruchs
  • Der Bruch der Radsatzwelle in Köln war ein Ermüdungsbruch. Das geht aus der Schadenanalyse der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) zweifelsfrei hervor. Es handelt sich dabei auch nicht um eine Hypothese oder ein vorläufiges Ergebnis, ein Eindruck, den Sprecher der DB AG immer wieder versuchen zu erwecken.

  • Der aufhaltsame Achsbruch des ICE Wolfsburg
  • Eschede und Köln — ein (unzulässiger) Vergleich

  • Warum eigentlich wurde der Börsengang der Bahn verschoben?
  • Der Börsengang der Bahn wurde angeblich wegen der Finanzkrise abgesagt. Wirklich? Ereignisse rund um die ICE-Achsen unterscheiden sich vom Datum ihres Auftretens teilweise deutlich von dem ihres Bekanntwerdens.

  • „Alles, aber auch wirklich alles wird dem Bilanz-Gewinn untergeordnet!"
    Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im NRW-Landtag fordert den Rücktritt von Mehdorn. Ein Bahn-für-Alle-Interview mit Horst Becker
     
  • Mehdorn sagt manches richtig
    Oft aber erweckt er einen falschen Eindruck. Manches liegt nur nahe der Wahrheit. Und gelegentlich handelt es sich schlicht um die Unwahrheit. Vier Beispiele
     
  • Rückblick in die Zukunft
    Am 26. Februar 2009 veröffentlichten 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Physik, Politik und Soziologie auf einer Internetseite einen Text, der sich binnen weniger Wochen wie ein Fanal verbreitete und im demokratischen, humanistischen, christlichen und linken Lager breite Unterstützung fand. Bahn für Alle ruft die bahnpolitischen Teile dieses „Manifestes der 1435 Worte″ (Die Spurweite der meisten europäischen Eisenbahnen hat 1435 Millimeter) ins Gedächtnis

 

Tagung ‚Zukunft der Bahn‘

am 13. Juni 2009 in Köln

Wenn die bleierne Last Bahnprivatisierung bis 2010 abgeworfen werden kann, ist endlich Zeit, positive Konzepte für unsere Bahn zu entwickeln. Und wir wollen mehr: Detaillierte Antworten von der Politik im Wahljahr, deutlich genauer als die durch tausendfachen Gebrauch abgegriffene Floskel „mehr Verkehr auf der Schiene”. Bahn für Alle veranstaltet deswegen zusammen mit den Grünen NRW und internationalen Gästen eine Tagung zur Zukunft der Bahn. Wer an einer Teilnahme interessiert ist, kann uns schon jetzt seine Kontaktdaten senden mit dem Betreff „Tagung Zukunft der Bahn”. Kontakt: Bahn für Alle; c/o Attac Deutschland; Münchener Straße 48; 60329 Frankfurt a.M. oder info@bahn-fuer-alle.de

Achtung: neuer Termin 15./16. Mai 2009

 

Bündnis Bahn für alle