Presseschau Dezember 2009

09.12.

S-Bahn Berlin
Die S-Bahn kann ihr Versprechen nicht halten, am Sonntag zum regulären Fahrplan zurückzukehren. Entgegen früherer Ankündigungen bleibt der Betrieb von zwei Linien weiter eingestellt. Außerdem wird ein Großteil der eingesetzten Züge - wie schon in den vergangenen Monaten - mit weniger Waggons als üblich fahren. Es besteht der Verdacht, dass der Verschleiß an Radscheiben der Baureihe 481 größer als angenommen ist.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1220483/S-Bahn-bricht-ihr-Versprechen.html

Verkehrsverträge für Berlin und Brandenburg enthalten unzulässige Subventionen, DB drohen 300 Millionen Euro Rückzahlung
Die EU-Kommission nimmt den umstrittenen Verkehrsvertrag für Berlin und Brandenburg unter die Lupe. Neben den staatlichen Zuschüssen in Milliardenhöhe sollen auch die Vertragskonditionen für die DB Regio und die Qualität der Leistungen überprüft werden. Brüssel möchte die Bahn außerdem dazu verpflichten die Kapitalrendite auf 14 Prozent zu begrenzen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/qualitaetsverbesserung-bruessel-ruettelt-an-berliner-vertrag-mit-der-bahn;2496506;0

Ein wiederholter Gleisbruch im Zentrum der Touristenstadt Linz am Rhein bringt die Deutsche Bahn AG (DB AG) politisch unter Druck. Am dritten Oktober dieses Jahres hatte eine Bürgerin einen Gleisbruch bemerkt und gemeldet. Dies war bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb von 15 Monaten.
http://www.open-report.de/artikel/Wiederholter+Gleisbruch+im+Stadtgebiet+von+Linz/27016.html

Neue Züge nach Leipzig
Mehr Konkurrenz: Der größte Konkurrent der Deutschen Bahn, der französische Veolia-Konzern, baut sein Angebot aus.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/art271,2970504


Stuttgart 21:

DB-Aufsichtsrat nickt Stuttgart 21 trotz weiterer Milliarde Mehrkosten ab, nur der Netz-Vorstand wird gefeuert (und ein neuer Finanzvorstand bestellt)
http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=393563

Bahn feuert Vorstand nach "Stuttgart 21"-Debakel
Aufsichtsrat macht Netz-Chef Garber für Kalkulationspannen verantwortlich - Projekt kostet jetzt vier Milliarden
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article5483083/Bahn-feuert-Vorstand-nach-Stuttgart-21-Debakel.html

Ausstieg würde die Bahn teuer zu stehen kommen
Ein Scheitern des Mammutprojektes "Stuttgart 21" hätte für die Deutsche Bahn teure Folgen. Die Kosten für die Rückgabe von Grundstücken sowie die dann notwendigen Investitionen in das regionale Netz belaufen sich auf mehr als zwei Milliarden Euro. Ein Grund, warum die Bahn das Projekt - trotz Mehrkosten - weiter verfolgen will.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/stuttgart-21-ausstieg-wuerde-die-bahn-teuer-zu-stehen-kommen;2497559

Noch nicht adäquat in der Presse: Jeden Montag über 1000 Leute zur Montagsdemo in Stuttgart, letzten Montag waren wohl 2000, auf der Demo am Donnerstag auch über 1000, nächsten Montag sollen es 3000 werden.
Hier die aktuellen Veranstaltungshinweise: http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=45

23.12.

Kölner Stadt-Anzeiger: ICEs für Minustemperaturen von 15 bis 20 Grad nicht ausgelegt
Der Bahnsprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sprach im Mitteldeutschen Rundfunk von grundsätzlichen Problemen mit den ICE-T. Die Wasser- und Abwasserleitungen der Züge seien für Minustemperaturen von 15 bis 20 Grad nicht ausgelegt, der Pulverschnee sei durch die Lüftungsgitter „geflutscht“ und habe die elektrischen Bauteile in Mitleidenschaft gezogen. Ein Bahnsprecher in Berlin relativierte diese Aussage. Bei den 67 Zügen der ICE-T-Reihe komme es vor allem deshalb zu Ausfällen, weil deren Achsen nach den neuen Vorgaben des Eisenbahnbundesamts zehnmal häufiger kontrolliert werden müssen: „Wenn es dann noch zu zusätzlichen Störungen durch das Winterwetter kommt, lässt sich das nicht mehr ausgleichen, weil wir zu wenige Reserven haben.“ Deshalb habe die Bahn entschieden, vorübergehend den Zwei-Stunden-Takt einzuführen.
http://www.ksta.de/html/artikel/1260194951984.shtml

24.12.09

Ramsauer im SZ-Interview: "Wir haben bei den Fernstraßen einen Nutzen-Kosten-Faktor von 4,7. Das heißt: Jeder Euro, den wir investieren, bringt mehr als vier Euro an volkswirtschaftlichem Nutzen. Dieses Geld ist also gut angelegt."
http://www.sueddeutsche.de/politik/315/498608/text/

31.12.09

Grube im FAZ-Interview: "Der Zeitpunkt für eine Privatisierung wird wieder kommen, keine Frage."
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc%7EE1BF52C6B2CB245BC916DB294FE2832E9%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html?rss_googlenews

Bündnis Bahn für alle