Presseschau März 2010

01.03.

Wenn der Lokführer keine Blähungen hat und die Sonne scheint. Ein lesenswerter offener Brief an den Chef der Deutschen Bahn.
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32161&mode=print

02.03.

Milliardenloch im Schwabenland: Der Superbahnhof von Stuttgart Das Projekt “Stuttgart 21″, der Neubau des Stuttgarter Hauptbahnhofs, könnte zum Milliardengrab für die Steuerzahler werden, befürchten Experten. Der Bundesrechnungshof kritisiert eine Finanzierungslücke von fast 2,5 Milliarden Euro. Nach Recherchen von Frontal21 sind die Berechnungen der obersten Rechnungsprüfer den Verantwortlichen von “Stuttgart 21″ bisher unbekannt.
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,8043183,00.html

03.03.

Bahn quetscht Schienennetz aus - Verkommene Gleise, hoher Profit Die Deutsche Bahn lässt lieber Züge langsam fahren, als Gleise schnell zu reparieren. So kann sie viel vom Steuergeld, das für Infrastruktur gedacht ist, in den Konzerngewinn stecken. Aktuell gibt die DB Netz nach FR-Informationen 750 Millionen Euro dazu - Rekord.
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&em_cnt=2379977&em_loc=2091&em_ref=/top_news/&em_ivw=fr_wirtop

04.03.

Kein Geld zum Bau wichtiger Strecken. Die Bahn kann aus Geldmangel zahlreiche Projekte vorerst nicht realisieren. Die Bahn muss den Ausbau des Schienennetzes drastisch drosseln. Aus einer Übersicht, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt, geht hervor, dass 46 “vordringliche” Aus- und Neubauprojekte vorerst nicht realisiert werden können. Aber für Stuttgart 21 reicht ist Geld da.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/855/505061/text/

10.03.

S-Bahner wehren sich gegen Pauschalvorwürfe des Eisenbahn­bundesamtes. In einem offenen Brief werfen sie dem Eisenbahnbundesamt (EBA) vor, die S-Bahn schlechtzureden, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Ein Gespräch mit Heiner Wegner, Betriebsratsvorsitzender bei der Berliner S-Bahn
http://www.jungewelt.de/2010/03-10/040.php?print=1

15.03.

Wer mit dem Riss lebt
Vom Abbau der Sicherheitsstandards bei Eisenbahnen und ihre Ursachen
http://www.linksnet.de/de/artikel/25405

18.03.

Kommentar zur Bahn in der FR: Die Bundesregierung muss sich als Eigentümer des größten deutschen Staatskonzerns endlich mal entscheiden. Soll die Deutsche Bahn ihre teure und riskante Expansion im Ausland fortsetzen und nun weitere zwei Milliarden Euro für einen hoch verschuldeten britischen Konkurrenten hinblättern? Oder wäre es nicht viel sinnvoller, wenn Konzernchef Rüdiger Grube erst mal sein Versprechen einlöst, den Schienenverkehr hierzulande wieder kundenfreundlicher, zuverlässiger und sicherer zu machen?
http://www.fr-online.de/_em_cms/_globals/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&em_cnt=2438767&em_loc=3908&em_ref=/in_und_ausland/wirtschaft/debatte_umsteuern_in_der_verkehrspolitik/debatte_verkehrspolitik/&em_ivw=fr_wirverke

19.03.

Bahn fährt auf Arriva ab - Koalition übt Kritik
Die Expansion der Deutschen Bahn im Ausland stößt auf Widerstand. In Koalitionskreisen heißt es zum geplanten Einstieg des Staatskonzerns beim britischen Konkurrenten Arriva: "Das ist keine gute Idee – die Bahn sollte erst mal ihre eigenen Probleme beseitigen."
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2439069_Koalition-uebt-Kritik-Bahn-faehrt-auf-Arriva-ab.html

24.03.

Ramsauer spricht sich gegen den Verkauf der Berliner S-Bahn aus
http://www.unternehmer.de/ramsauer-spricht-sich-gegen-den-verkauf-der-berliner-s-bahn-aus-42661

Ramsauer fordert von Bahn mehr Qualität
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) appelliert an die Deutsche Bahn AG, konsequent an der Qualität zu arbeiten. Der neue Aufsichtsrat soll eng mit dem Bund zusammenarbeiten. CDU-Politiker Georg Brunnhuber wird neuer Cheflobbyist – eine pikante Personalie.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/_b=2550885,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage

Bundesregierung unterstützt Deutschen Bahn bei Zukäufen im Ausland
http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE62N0C820100324

Verbraucherschützer Krawinkel: Wir brauchen eine zweite Bahnreform
Fahrgäste der Deutschen Bahn klagen über späte und ausfallende Züge oder marode Stationen. Verbraucherschützer Holger Krawinkel sagt auf FR-online.de, was die Politik tun muss, um das zu ändern. Quelle: Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/top_news/2457657_Wir-brauchen-eine-zweite-Bahnreform.html

25.03.

ND berichtet über das Zustandekommen des neuen DB-Aufsichtsrats - und zitiert recht ausführlich Bahn für Alle
http://www.neues-deutschland.de/artikel/167869.das-fachwissen-einer-heuschrecke.html

31.03.

Ausverkaufsrat
Die Bundesregierung verzichtet auf die Mehrheit der ihr zustehenden Mandate im Bahn-Aufsichtsrat.
Die werden von Privatindustriellen eingenommen. Am 24. März 2010 fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit die Hauptversammlung eines der größten deutschen Konzerne statt. Das Treffen hätte gut und gern in einer Telefonzelle stattfinden können. Es tagte der Bundesverkehrsminister, Herr Ramsauer, der 80 Millionen Bürgerinnen und Bürgern dieser Republik als Eigentümer der Deutschen Bahn AG vertrat. Herr Ramsauer leistete sich dabei immerhin die Gesellschaft eines Notars. Wenige Minuten nach Eröffnung der Hauptversammlung tat Herr Ramsauer das kund, was eine Woche zuvor bereits den Medien zu entnehmen war: Die Bahn hat einen neuen Aufsichtsrat. Das nennt man gelebte Demokratie.
http://www.jungewelt.de/2010/03-31/048.php?print=1

Fehlplanung der Deutschen Bahn: Schönrechnen mit System
Für viele fest zugesagte Bahnprojekte fehlt das Geld. Kaum ein großes Bauvorhaben erfüllt den Plan. Warum bei den Vorhaben die Kosten- und Zeitpläne regelmäßig zu Makulatur werden.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2490017

Und unter "Die zehn schlimmsten Fehlplanungen der Bahn" steht S21 gleich an erster Stelle
http://www.fr-online.de/_em_cms/_multifunktion/?em_client=fr&em_art=galery&em_cnt=2491700

Bündnis Bahn für alle