Wasserwerfereinsätze erfolgten willkürlich im ganzen Park
Luftbildsimulationen zeigen: Zugang zum zu fällenden Bereich war zu
keinem Zeitpunkt von Demonstranten blockiert
http://www.youtube.com/watch?v=v_WnV9HCwiI&sns=em
Der nachfolgende Text wird im Kurzfilm durch eine Luftbildsimulation
begleitend illustriert:
"Die Sinnlosigkeit des Polizeieinsatzes am 30.09. wird noch
unerträglicher, wenn man betrachtet, was dadurch erreicht wurde -- also
welcher Bereich des Parks überhaupt gesichert werden sollte.
Gegen 11 Uhr am Vormittag war bereits der Bereich um den ZOB am
Südflügel des Hauptbahnhofs komplett für Autoverkehr und Passanten
gesperrt. Zur gleichen Zeit waren 2 Wasserwerfer, 3 LKW mit Hamburger
Gittern und diverse andere Polizeifahrzeuge auf den Fußweg im Mittleren
Schlossgarten gefahren worden. Dafür wurde die Zufahrt am Cafe Nil benutzt.
Die erste Sitzblockade von Schülern fand gegen 11 Uhr 25 vor dem ersten
Polizei LKW nahe dem Biergarten statt. Daraufhin hätte die Polizei ganz
leicht ihre Fahrzeuge durch wenig Personal sichern können. Außerdem
sicherte sie nicht die herumliegenden Rohre und Zäune der
Gartenbaufirma, die aus ganz anderen Gründen im Park tätig war, sodass
Demonstranten dieses Material als eine Art Straßenblockade aufbauen
konnten. Daraufhin, um 12 Uhr 8, eskalierte der Polizeieinsatz das erste
Mal, indem ein Trupp schwarz gepanzerter Polizisten mit
Schlagstockeinsatz auf die Blockierer losging. Wenig später, um 12 Uhr
50, erfolgte an selber Stelle der erste Wasserwerfer-Einsatz!
Von da ab überschlugen sich die Ereignisse. Die Polizei war offenbar
damit überfordert, gleichzeitig Demonstranten abzudrängen und ihre
Hamburger Gitter aufzubauen. Einsatzgruppen marschierten vor und zurück,
Gitter wurden mal hier mal dorthin getragen. Die Wasserwerfer rückten
vor, am schlimmsten waren die Szenen in Höhe des Biergartens.
Schließlich erfolgte der letzte Wasserwerfereinsatz um 16 Uhr 35 gegen
Jugendliche auf einem Baum, der letztlich gar nicht geräumt werden
musste! Kurz vorher spritze ein Kind mit einem Spielzeugwassergewehr in
die Reihen der Polizisten -- offenbar war es eine Vergeltungsmaßnahme dafür.
Um 17 Uhr 18 fuhren erste Fahrzeuge der Firma Gredler und Söhne durch
eine Lücke im Zaun vom ZOB in den Park! Damit wurde klar: diese Lücke
wäre von Anfang an dafür ausreichend gewesen, um das umzusetzen, was an
Baumfällarbeiten und Baumaßnahmen geplant war!
Aus diesem Gesamtblick auf die schreckliche Szenerie ergeben sich
etliche wichtige Fragen, die den verantwortlichen Planern und
Einsatzleitern, aber auch den Politikern gestellt werden müssen."
Ausserdem:
Brief eines ehemaligen Richters an Innenminister Rech
http://www.rems-murr-gegen-s21.de/files/Beschwerde_Reichert_01102010.pdf?PHPSESSID=c990e21051e72a561733a554fbf1a857
Spiegel-TV mit Privataufnahmen von der Demo
http://www.youtube.com/watch?v=spUy433elxM&feature=youtube_gdata_player