Pressemitteilungen 2006

Robin Wood – Aktivisten protestieren am Hamburger Hauptbahnhof gegen steigende Preise für Bahntickets

10.12.2006: Transparent "Börsenbahn = Preiswahn - Privatisierung stoppen" entrollt"

AktivistInnen der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD, die Mitglied im Bündnis "Bahn für Alle" ist, protestieren heute am Hamburger Hauptbahnhof gegen die zum Jahreswechsel angekündigten saftigen Fahrpreiserhöhungen der Deutschen Bahn. Um auf den Protest aufmerksam zu machen, kletterten am Vormittag zwei Aktivisten in die Dachkonstruktion des Bahnhofs und entrollten ein acht Meter langes Transparent mit der Aufschrift: "Börsenbahn = Preiswahn - Privatisierung stoppen". Andere verteilten Flyer an die Passanten, die den Reiseplänen der Deutschen Bahn nachempfunden sind und darüber informieren, welche Nachteile die Bahnkunden bei einem Börsengang der Bahn in Kauf nehmen müssten.

Mehr als 34.000 Unterschriften gegen Bahnprivatisierung übergeben

23.11.2006: Bahn für Alle: "Bundestag wiegt Bevölkerungsmehrheit leichter als Einzelstimmen"

Mehr als 34.000 Unterschriften gegen die Bahn-Privatisierung hat das Bündnis "Bahn für Alle" an Bundestags-Vizepräsidentin Dr. Susanne Kastner übergeben. "Das sind 34.000 von 50 Millionen", erklärte dazu Jürgen Mumme von ROBIN WOOD, einem der Partner im Bündnis. Eine repräsentative Emnid-Umfrage hatte ergeben, dass 71 Prozent der erwachsenen Bevölkerung für einen Verbleib der Bahn in öffentlichem Eigentum sind. "Wir fordern die Parlamentarier auf, bei ihrer morgen anstehenden Abstimmung die Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung stärker zu gewichten als die Stimmen und den persönlichen Ehrgeiz von Bahnchef Hartmut Mehdorn und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, die die Bahn gegen jede Vernunft verkaufen wollen", sagte Mumme.

Bundestag entscheidet am Freitag über Bahnprivatisierung

22.11.2006: "Koalition opfert Demokratie für Investoren-Interesse"

Der Koalitionskompromiss zur Bahnprivatisierung wird bereits am morgigen Donnerstag im Bundestag diskutiert und soll am Freitag abgestimmt werden, hat das Bündnis "Bahn für Alle" erfahren. "Die Koalitionsführung setzt sich dem Verdacht aus, fremden Interessen zu dienen, wenn sie komplizierte, risikoreiche und widersprüchliche Modelle im Hauruck-Verfahren zur Abstimmung stellt", sagte Erasmus Müller vom globalisierungskritschen Netzwerk Attac, das Mitglied im Bündnis ist. "Damit werden Demokratie und die staatliche Verantwortung für die Infrastruktur den Interessen von Investoren und Bahnchef Hartmut Mehdorn geopfert."

34.000 Unterschriften gegen Bahnprivatisierung werden übergeben

22.11.2006: Installation vor dem Reichstag in Berlin zeigt geringes Gewicht der Bevölkerungs-Meinung

Das Bündnis "Bahn für alle" wird am Donnerstag, 23. November um 12.30 Uhr in Berlin vor dem Reichtstags-Gebäude (Platz der Republik) ODER an der Heinrich-von-Gagern-Straße (Mitteilung der Ordnungsbehörden erfolgt Donnerstagvormittag) mehr als 34.000 Unterschriften gegen die Bahnprivatisierung an den Deutschen Bundestag übergeben, der am gleichen Tag über das Thema debattiert. Der Abgeordnete Dr. Hermann Scheer (SPD) wird die Unterschriften stellvertretend für die Bundestags-Vizepräsidentin Dr. h.c. Susanne Kastner entgegennehmen, die zu diesem Zeitpunkt die Bundestagssitzung leitet.

Koalitionsspitze opfert Bahn für Machtdemonstration

10.11.2006: Bahn für Alle: Kompromissmodell im Bundestagsantrag logisch unmöglich

Das Bündnis "Bahn für Alle" wirft der Koalitionsspitze vor, die Zustimmung ihrer Fraktionen zur Bahn-Privatisierung erzwungen zu haben. Die Bahn werde geopfert, um Handlungsfähigkeit der Koalition zu demonstrieren. "Die Abgeordneten mussten nach nur einem Tag Prüfmöglichkeit dem Vorschlag zustimmen, ein in 170 Jahren entstandenes Verkehrssystem privaten Finanzinvestoren zu übereignen", kritisierte Bündnissprecher Winfried Wolf.

Auch Privatisierung in Scheibchen ohne Mehrheit in der Bevölkerung

8.11.2006: "Keine Vorteile für Beschäftigte, Fahrgäste oder öffentliche Hand"

Das Bündnis "Bahn für Alle" warnt vor einer scheibchenweisen Privatisierung der Bahn. "Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist gegen jede Privatisierung. Das müssen die gewählten Volksvertreter endlich zur Kenntnis nehmen", sagte Winfried Wolf von "Bahn für Alle". "Auch ein Verkauf eines Viertels der Anteile ist Privatisierung und Abbau pur. Es gibt kein einziges sachliches Argument, weshalb der Verkauf von Bahn-Anteilen Vorteile für Beschäftigte, Fahrgäste oder die öffentliche Hand bringen würde." So soll der Bund dem Vorschlag des Kanzleramtes zufolge Bahn-Schulden in Höhe von 15 bis 18 Milliarden Euro übernehmen - ein Vielfaches des erwarteten Verkaufserlöses.

Repräsentative Umfrage - 71 Prozent gegen Privatisierung der Bahn

6.11.2006: Koalitionsausschuss darf nicht gegen Mehrheit der Bevölkerung entscheiden

71 Prozent der Bundesbürger sind dafür, dass die Deutsche Bahn in öffentlichem Eigentum bleibt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bündnisses "Bahn für Alle" ergeben. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hatte mehr als 1000 Menschen in Deutschland befragt. "Über diese überwältigende Mehrheit gegen eine Bahnprivatisierung dürfen sich die Koalitionspolitiker nicht hinweg setzen", sagte Winfried Wolf vom Bündnis "Bahn für Alle". Alle Pläne zum Verkauf der Bahn müssten endgültig abgesagt werden. Die Deutsche Bahn müsse im Interesse der Bevölkerung eine am Gemeinwohl orientierte Bahn in öffentlicher Hand bleiben und verbessert werden statt die Gewinninteressen privater Käufer zu bedienen.

"Bahn für Alle" begrüßt Scheitern der Börsenpläne

1.11.2006: SPD-Abgeordneter Scheer fordert Bahn in öffentlichem Eigentum

Der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer (SPD) hat während einer Pressekonferenz des Bündnisses "Bahn für Alle" am Mittwoch in Berlin gefordert, die Deutsche Bahn in Bundeseigentum zu belassen. Dies entspreche der mehrheitlichen Meinung der Bevölkerung und der Bundestagsabgeordneten aus beiden Koalitionsfraktionen. Der Koalitionsvertrag stehe dieser Entscheidung nicht im Weg. "Wenn sich beide Partner einig sind, ist der Vertrag keiner Erwähnung mehr wert", meinte Scheer.

Pressekonferenz in Berlin am Mittwoch, 1. November, um 13 Uhr

"Bahn für Alle" stellt Musterantrag für Bundestagsfraktionen vor

"Bahn für Alle" begrüßt Scheitern der Privatisierungsgespräche

26.10.2006: Ziel muss eine verbesserte Bahn in öffentlichem Besitz sein

Nach dem erneuten Scheitern der Gespräche über einen Börsengang der Deutschen Bahn im Lenkungsausschuss der Bundesregierung fordert das Bündnis "Bahn für Alle" die Politiker auf, das Privatisierungsvorhaben endgültig zu beerdigen und ihre Kräfte auf die Verbesserung der Bahn in öffentlicher Hand zu konzentrieren.

Bürgernahe Bahn statt Privatisierungswirrwarr

26.10.06: "Bahn für Alle" fordert Lenkungsausschuss auf, den Börsengang zu beerdigen

Das Bündnis "Bahn für Alle" hat die Mitglieder des Lenkungssausschuss der Bundesregierung aufgefordert, die geplante Privatisierung der Deutschen Bahn endgültig zu beerdigen und stattdessen die bestehende Bahn zu verbessern. "Statt über immer neue Privatisierungsmodelle zu diskutieren, sollten sich die Politiker endlich bemühen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und die Bahn kundenfreundlich zu gestalten", sagte Werner Reh, Verkehrsexperte beim BUND, einer der Mitgliedsorganisationen von "Bahn für Alle". Dies sei nur mit einer Bahn in öffentlicher Hand möglich.

Verkehrsclub Deutschland unterstützt "Bahn für Alle"

23.10.06: Gemeinwohl vor Profitinteresse

Das Bündnis "Bahn für Alle" ist um einen Partner stärker geworden: Auch der Brandenburger Landesverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellt sich gegen den Börsengang der Deutschen Bahn AG.

Koalitionspolitiker streiten um Bahn-Verkauf, statt nötige Reformen anzugehen

19.10.2006: CDU-Modell würde den Bund mit zehn Milliarden Euro Schulden belasten

Die Diskussion innerhalb der großen Koalition über den Börsengang der Deutschen Bahn nimmt laut dem Bündnis "Bahn für Alle" immer absurdere Züge an. "Auch den Experten von CDU und SPD wird jetzt offenbar klar, dass keine der diskutierten Verkaufsvarianten sinnvoll ist", sagte der Verkehrsexperte Winfried Wolf von "Bürgerbahn statt Börsenbahn", einem der Bündnispartner. Das habe die Auseinandersetzung im Verkehrsausschuss des Bundestages am Mittwoch deutlich gezeigt. "Aber statt zu überlegen, wie der Bahnverkehr in öffentlicher Hand besser werden kann, werfen die Politiker in immer kürzeren Abständen ein mit heißer Nadel gestricktes Privatisierungsmodell nach dem anderen in die Runde."

Fahrpreiserhöhung gibt Vorgeschmack auf Bahn-Börsengang

Mehdorn will DB für Großinvestoren interessant machen

Frankfurt am Main 12.10.2006 Die Fahrpreiserhöhung der Deutschen Bahn gibt nach Ansicht des Bündnisses "Bahn für Alle" nur einen Vorgeschmack auf das, was nach der geplanten Kapitalprivatisierung des noch bundeseigenen Konzerns passieren wird. "Weniger Investitionen in Schienennetz und Züge bei steigenden Fahrpreisen: So will Bahn-Chef Hartmut Mehdorn Großinvestoren signalisieren, dass sie mit der Bahn hohe Renditen einfahren können - auf Kosten der Kunden", sagte Werner Reh, Verkehrsexperte beim BUND, einer der Mitgliedsorganisationen von "Bahn für Alle".

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen DB-Vorstand wegen InterRegio-Zerstörung

9.10.2006: Nach Bahn-Börsengang droht auch InterCity die Verschrottung

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen den Vorstand der Deutschen Bahn AG wegen des Verdachts auf Untreue. Die Ermittlungen gehen zurück auf eine Anzeige von Professor Heiner Mohnheim, Gangolf Stocker, Rainer Schulz sowie des früheren Bundestagsabgeordneten Peter Conradi (SPD). Die vier Verkehrsexperten engagieren sich im Bündnis "Bahn für Alle". Sie werfen dem DB-Vorstand vor, durch die Verschrottung von 170 InterRegio-Waggons Betriebsvermögen der Deutschen Bahn veruntreut zu haben. Nach Ansicht von Experten befanden sich die Waggons in technisch einwandfreiem Zustand und hätten für weitere zehn bis 15 Jahre eingesetzt werden können. Insgesamt sei ein Schaden von rund 20 Millionen Euro entstanden.

1 2

Bündnis Bahn für alle