Bahnprivatisierung gegen Arbeitnehmerinteressen nicht durchsetzbar

6.3.2007: Bahn für Alle: DGB-Beschluss bringt bessere Bahn in öffentlicher Hand voran

Angesichts des DGB-Beschlusses vom heutigen Dienstag sollte die Bahnprivatisierung aufgegeben werden und eine bessere Bahn in öffentlicher Hand gefördert werden, hat das Bündnis "Bahn für Alle" gefordert. "Die Privatisierung würde Arbeitsplätze zerstören, aus sicheren Arbeitsplätzen prekäre Beschäftigungsverhältnisse machen und zudem ein Verkehrssystem gefährden, das zugänglich für alle Menschen ist und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet", sagte Sabine Leidig, Geschäftsführerin des globalisierungskritischen Netzwerks Attac, einem der elf Bündnispartner von "Bahn für Alle." Dem klaren Votum der Gewerkschaften könne die SPD sich nicht verweigern.

"Soziale Gerechtigkeit und Daseinsvorsorge muss vor den Profitinteressen von Investoren stehen", sagte Sabine Leidig von "Bahn für Alle". Mit dem DGB-Beschluss vom heutigen Dienstag sei klar, dass die Privatisierung nicht im Interesse der Arbeitnehmer sei. Große Teile der SPD haben die Bahnprivatisierung bisher nur unterstützt, weil sie sich auf einer Linie mit den Gewerkschaften sahen.

"Die Bahn ist das Verkehrsmittel der Zukunft – aus ökologischen Gründen und aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit", sagte Sabine Leidig vom Bündnis "Bahn für Alle". "Darum muss die Bahn in öffentlicher Hand bleiben und dort im Interesse des Gemeinwohls weiter entwickelt werden." Bahnverkehr müsse für Menschen und Güter eine attraktive Alternative zu Auto- und Flugverkehr sein. Das sei eine Zukunftsinvestition, die nur die öffentliche Hand leisten könne.

Die beiden größten DGB-Mitglieder, IG Metall und Verdi, hatten sich bereits in den vergangenen Wochen gegen die Bahnprivatisierung gestellt. Verdi ist zudem Mitglied des Bündnisses "Bahn für Alle", das für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand wirbt. Beide Gewerkschaften vertreten Beschäftigte aus den Branchen Schienenverkehr, Bahntechnik und öffentlicher Verkehr.

Mit den Perspektiven einer besseren Bahn in öffentlicher Hand beschäftigt sich am 17. und 18. März in Berlin eine Tagung des Bündnisses "Bahn für Alle".

Das Bündnis "Bahn für Alle" wird getragen von Attac, Bahn von unten, BUND, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Eurosolar, Grüne Jugend, NaturFreunde Deutschlands, Robin Wood, Umkehr, VCD Brandenburg sowie Verdi und setzt sich ein für eine verbesserte Bahn in öffentlicher Hand.

Für Rückfragen:

  • Sabine Leidig (Attac), Telefon 0175 / 292 42 57

Bündnis Bahn für alle