Pressemitteilungen 2009

Formale Privatisierung der Bahn von 1994 ist gescheitert

15.09.2009: DB im Wartungs-Teufelskreis / Bahn-Sicherheit bleibt auf der Strecke

Das privatisierungskritische Aktionsbündnis "Bahn für Alle" erklärt angesichts des Sicherheits-Chaos bei der Deutschen Bahn: Die Bahnreform mit der formalen Privatisierung der Bahn von 1994 ist gescheitert und muss zurückgenommen werden.

Regierungsantwort zum S-Bahn-Chaos zeigt: Kritik von Tiefensee an DB AG ist scheinheilig

10.09.2009: Regierungsantwort zum S-Bahn-Chaos zeigt: Kritik von Tiefensee an DB AG ist scheinheilig
Bahn für Alle fordert: Börsengang endgültig absagen, Gewinne in eine sichere und gute Bahn investieren

S-Bahn-Chaos 2.0: Bürger zahlen erneut die Zeche für die Börsenpläne von Bahnmanagement und Politik

08.09.2009: S-Bahn-Chaos 2.0: Bürger zahlen erneut die Zeche für die Börsenpläne von Bahnmanagement und Politik
DB AG will die Berliner S-Bahn weiter über Trassengebühren melken

SPD-Führung hintergeht mit Bahnaktientausch die eigene Partei

14.07.2009: Bahn für Alle kritisiert neue Bonusregelung für den Bahnvorstand

Im Zusammenhang mit dem geplanten Aktientausch zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der russischen Staatsbahn RZD listet das Aktionsbündnis Bahn für Alle vier Skandale auf .

Einstieg in Bahnprivatisierung im Handstreich vor der Wahl geplant

13.07.2009: Bahn für Alle warnt vor Aktientausch mit russischer Staatsbahn RZD

Nach Bahn für Alle vorliegenden Informationen plant die DB AG einen Aktientausch mit der Russischen Staatsbahn RZD. Mit einer solchen Transaktion wäre die Bahn unwiederbringlich teilprivatisiert. Bei der deutsch-russischen Konsultation am kommenden Donnerstag soll offenbar Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Deal gewonnen werden. "Die Russische Staatsbahn, die selbst dringend Geld braucht, kann die beim Tausch erhaltenen Aktien jederzeit an private Kapitalgruppen weiterverkaufen" kommentiert Carl Waßmuth vom Bündnis Bahn für Alle den Vorgang. "Im Aufsichtsrat der DB ML AG säße dann ein privater Investor. Das Kreditranking der DB AG würde sofort heruntergestuft, so dass zusätzliche Zinsen in Milliardenhöhe anfallen würden."

Ein Jahr nach ICE-Unglück von Köln: DB AG ist nicht steuerbar

08. Juli 2009: Börsenkurs geht weiterhin zu Lasten der Sicherheit der Fahrgäste

Das Bündnis Bahn für Alle resümiert anläßlich des 1. Jahrestags des ICE-Unglücks von Köln am 09. Juli 08: Es ist offenbar nicht möglich, durchzusetzen, dass die Sicherheit der Fahrgäste über die Eigeninteressen der DB AG gestellt wird. Auch die Einschränkungen im Zugverkehr sind nach einem Jahr nicht behoben, sondern statt dessen mittlerweile Normalfall. Mit den bekanntgewordenen Problemen an hunderten von Güterzugachsen und Rädern der Berliner S-Bahn ist deutlich, dass es sich um ein fundamentales Problem handelt, dem ein Systemfehler zugrunde liegt.

PR-Skandal der Bahn war Reaktion auf Kampagne von "Bahn für Alle"

29. Mai 2009: DB zahlte für Homepage angeblicher Pro-Börsengang-Bürgerinititiave

Die von der Nichtregierungsorganisation LobbyControl nachgewiesene verdeckte PR-Arbeit der Deutschen Bahn ist dem Bündnis "Bahn für alle" zufolge als direkte Reaktion auf dessen Kampagne gegen die Bahnprivatisierung zu sehen. "Die jetzt bekannt gewordenen infamen PR-Praktiken der Bahn bestätigen einen lang gehegten Verdacht unseres Bündnisses: Die Bahn hat auf Kosten der Steuerzahler systematisch die öffentliche Meinung manipuliert, um die Bundesregierung und den Bundestag privatisierungsfreundlich zu stimmen und gegen den Willen der Bevölkerung den Ausverkauf des größten noch verbliebenen öffentlichen Eigentums in Deutschland durchzusetzen", sagte Carl Waßmuth von Attac, einem der Bündnispartner von "Bahn für alle".

Designierter Bahnchef Grube auf Privatisierungskurs

08.04.2009: Tiefensee setzt Leitlinien nicht durch
Privatisierungsgegner laden ein zur Europäischen Konferenz „Zukunft der Bahn“


Das Bündnis Bahn für Alle kritisiert scharf, dass die Politik sich offenbar auch vom neuen Bahnchef die Verkehrspolitik diktieren lassen will. "Die Festlegung Grubes auf Privatisierung und fortgesetzte weltweite Expansion übergeht sogar die geänderte Position des langjährigen Privatisierungsbefürworters Tiefensees" sagt Monika Lege, Verkehrsreferentin von ROBIN WOOD und Mitbegründerin von Bahn für Alle. " Dabei ist der Bund vollständiger Eigentümer der Bahn und sollte deshalb auch sagen, wo es langgeht." Grube hatte angekündigt, grundsätzlich an der Privatisierung des Konzerns festhalten zu wollen, während Tiefensee sich gegen einen Börsengang bis mindestens 2013 ausgesprochen hatte.

Bahngewerkschaft TRANSNET muss Farbe bekennen

5.4.2009: Das Bündnis "Bahn für Alle" gibt die nachfolgende Pressemitteilung des Bündnismitglieds "Bahn von unten" zur Kenntnis.

Nein zu Grube! Für einen Neuanfang der Bahn!

Die Initiative Bahn von unten in TRANSNET for dert den Hauptvorstand der Gewerkschaft auf, die Benennung des bisherigen Daimler-Managers Rü diger Grube zum neuen Bahnchef abzulehnen und auf eine grundlegende Neuausrichtung der Bahn zu dringen.

Konkurrenz zur Schiene bekommt bei Bahn das Sagen

2.04.2009: Bündnis "Bahn für alle" protestiert gegen neuen DB-Chef

Das Bündnis "Bahn für alle" protestiert gegen die Entscheidung der Bundesregierung, den Auto-, Flugzeug- und Rüstungsmann Rüdiger Grube zum neuen Bahnchef zu küren. Mit der Bestimmung des Daimler- und EADS-Verantwortlichen werde erneut dafür gesorgt, dass die Konkurrenz zur Schiene bei der Bahn das Sagen hat. Gleichzeitig drohe eine Fortsetzung der fatalen Orientierung auf weltweite Expansion.

Mehdorn weg: Bahn frei für bessere Bahn

30.03.2009: Spitzelaffäre war Teil des Privatisierungskurses

Mit dem Abgang von Hartmut Mehdorn ist endlich die Bahn frei für eine am Gemeinwohl ausgerichtete Deutsche Bahn AG, hat das Bündnis "Bahn für Alle" erklärt. "Die Spitzelaffäre um Mehdorn ist mehr als ein dunkler Fleck auf einem weißen Manager-Anzug", sagte Stefan Diefenbach-Trommer, "die Spitzelaffäre ist Teil des Bahnprivatisierungs-Kurses, den Hartmut Mehdorn mit allen Mitteln durchzusetzen versucht hat." Der Bund als Eigentümer der Bahn müsse einen neuen Bahnvorstand einsetzen, der auf das öffentliche Interesse verpflichtet ist.

Mit der Bahnprivatisierung auch die verfehlte Bahnpolitik aufgeben

16.03.2009: Konjunkturprogramm für Wende zur ökologischen Verkehrspolitik nutzen

Das Bündnis Bahn für Alle begrüßt, dass Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee für eine langfristige Verschiebung des Bahn-Börsengangs eintritt. Mit den Börsenplänen muss nun auch die verfehlte, auf die Privatisierung ausgerichtete Bahnpolitik der letzten Jahre über Bord gehen und durch eine Politik ersetzt werden, die allen Regionen der Bundesrepublik und allen Bürgern zugute kommt. Rendite als allein ausschlaggebendes Kriterium hat im Bahnverkehr einen enormen Flurschaden angerichtet:

Privatisierungskritische Eisenbahner fragen: Wurden auch wir im „System Mehdorn“ ausgeschnüffelt? Orwell lässt grüßen!

02.02.2009: Die aktuelle Schnüffel-Affäre bei der Deutschen Bahn AG (DB) hat auch eine politische Dimension jenseits der Korruptionsbekämpfung. „Wurden auch wir ausgeschnüffelt?“, fragen Mitglieder der Gewerkschaft TRANSNET, die die privatisierungskritische Initiative Bahn von unten unterstützen. So kamen engagierte Eisenbahner bei einem aktuellen Erfahrungsaustausch am Wochenende zu der Schlussfolgerung, dass in den letzten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine politisch motivierte Beschnüffelung und Überwachung von Telefonaten und dienstlicher E-Mail-Korrespondenz im Konzern Deutsche Bahn stattgefunden hat.

Bündnis Bahn für alle