Gegen neue Bahn-Preiserhöhungen

Am Sonntag 13.12.09 werden mit der Fahrplanumstellung wieder die Preise erhöht. Bahn für Alle Aktivisten werden in Göttingen Flugblätter vor dem Bahnhof verteilen:

Gegen neue Bahn - Preiserhöhungen

Die Preiserhöhungen am 13. Dezember 2009 um bis zu 2 % machen das Bahnfahren immer mehr zum Luxus. Dies ist die 7. Erhöhung in 6 Jahren mit einem Anstieg von insgesamt über 32 %. Die Begründungen des Bahnvorstandes sind nicht nachvollziehbar:

  1. Die Energiepreise sind sogar gefallen.
  2. Die Lohnkosten können es nicht sein, denn die Bahn hat 2008 bereits einen Vorsteuergewinn von 10% erzielt.

Wohin gehen diese zusätzlichen Einnahmen ?

Das Unternehmen erhöhte die Gehälter des Vorstandes für 2009 um mehr als 20 %. Die Bahn investiert in weltweite LKW- und Luftfracht-Logistik und in Milliardenteure Groß-Projekte wie Stuttgart 21-Bahnhofsumbau, aber zu wenig in das gesamte Schienennetz.

Der Bahnbenutzer hat dagegen auch in Zukunft mit Einbußen zu rechnen:

  • Im ICE-Verkehr gibt es weiterhin Verspätungen, Notfallpläne, und volle Züge, weil keine notwendigen Reservezüge angeschafft wurden.
  • Ähnliches gilt für den Berliner S-Bahn-Verkehr.

Der Service wird weiter abgebaut:

  • undurchschaubare Fahrpreise
  • Schließung von Reisezentren (schon 600 seit 1994), Kürzung der Öffnungszeiten
  • Bedienungszuschlag in Reisebüros
  • Automaten statt Beratung, Wegfall der Stationsansagen
  • Fehlende Schienenreparatur führt zu Langsamfahrstellen und maroden Gleisen (der Bundesrechnungshof kritisiert dies bisher vergeblich)
  • Weitere Streckenstillegungen (bereits 14 000 km seit 1994) verwandeln die Flächenbahn immer mehr in eine Renditebahn, die nur noch Zentren verbindet
  • ständiger Verkauf von Bahnhöfen (1400 seit 1994)

Das alles dient eher dazu, den Börsengang für Investoren attraktiver zu machen. Der Bahnbenutzer wünscht sich aber eine Flächenbahn mit Zeittakt, Vernetzung und modernen, energiesparenden und pünktlichen Zügen mit bezahlbaren, transparenten Fahrpreisen.

Die staatliche Schweizer Bahn SBB macht vor, wie so etwas geht.

Der Verkauf der Bahn an private Investoren muss verhindert werden.

Weitere Informationen : Bündnis Bahn für Alle - Gruppe Göttingen

Bündnis Bahn für alle