Flash Mob gegen Bahnprivatisierung

Flash Mob

Der bisher größte Flash Mob Deutschlands fand am Samstag, 8. September, in mindestens 50 Bahnhöfen statt – gegen Bahnprivatisierung. Falls Ihr einen Flash Mob vor Ort initiieren wollt oder einen kursierenden Aufruf unterstützen wollt, hier Hinweise und Hilfen.

Was ist ein Flash Mob?

Flash Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind kurzzeitige Ansammlungen von Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden. Die Sonderform Smart Mob ist mit politischen Forderungen verbunden.

Da das Verhalten, das gemeinsam ausgeführt wird, oft sinnlos erscheint, erregen Flash Mobs bei den Umstehenden Neugier und Verwunderung. Gleichzeitig stellt das plötzliche Auftauchen und Verschwinden nach dem mysteriösen Verhalten einen hohen Anreiz für die Beteiligung dar, v. a. in der jugendlichen Szene sind Flash Mobs bekannt und beliebt. Zeitschriften wie "Der Spiegel" widmeten im Jahr 2003, als die ersten Flash Mobs stattfanden, ganze Artikel diesem neuen Phänomen.

Smart Mobs können eine politische Aktionsform sein, weil sie mit ganz wenig Aufwand und ohne Kosten durchgeführt werden können sich daran mehr und andere Menschen daran beteiligen werden als bei sonstigen Aktionen, die TeilnehmerInnen danach Lust auf mehr Aktionen bekommen sie mit dem Element des Überraschenden und Mysteriösen spielen und dadurch Aufmerksamkeit und Interesse auslösen durch die massenhafte Verbreitung der Aufruf-Mails weitere Aufmerksamkeit auf das Anliegen gelenkt werden kann.

Der Flash Mob regt eine andere Kommunikationsebene an als Demonstrationen. Es soll Neugierde bei den Umstehenden ausgelöst werden. Das Ziel des Flash Mob ist erreicht, wenn die Leute sich wundern und sich fragen "Was war denn das?". Ihr solltet daher keine Transparente oder ähnliches zur Flash Mob-Aktion mitnehmen und vor dem Flash Mob keine Flugblätter verteilen.

Falls Ihr nach der Aktion direkt angesprochen werdet, könnt Ihr natürlich mit den Leuten reden und ihnen einen Flyer oder die visitenkartengroßen "Blitzinfos" geben. Insgesamt ist das Ziel des Flash Mob aber nicht eine Informationsvermittlung, sondern Aufmerksamkeit und Neugierde &msash; die Leute werden sich dann selbst auf die Suche nach Informationen machen und den nächsten Artikel in der Zeitung über die Bahn mit größerer Wahrscheinlichkeit und genauer lesen.

Wie wird ein Flash Mob initiiert?

Im Aufruf müssen konkrete Anweisungen mit genauen Zeit- und Ortsangaben stehen. Der Aufruf zur Weiterverbreitung sollte nicht fehlen! Der Aufruf wird per Mail gestreut – über die üblichen Verteilerlisten, aber auch über unübliche (FoodCoop, Arbeitskollegen, ehemalige MitschülerInnen...) und über das private Adressbuch an alle Freunde und Verwandten.

Hier ein Aufruf, der vor dem 8. September kursierte:

Betreff: Flash Mob gegen Bahnprivatisierung , Sa. 8.9., 5 vor 12

Einladung: Sei am Samstag, 8. September, pünktlich um 11.50 Uhr in der Halle Deines Hauptbahnhofs.

Bring Pfeife, Topfdeckel, Trommel oder ähnliches zum Lärmmachen mit und einen DIN A4-Zettel auf den Du geschrieben hast: 183 = 13. Bewege dich unauffällig durch den Bahnhof und sprich mit niemandem. Achte auf die Bahnhofsuhren.

Fang um Punkt 11.55 Uhr an, Lärm zu machen, aber nur bis genau 11.57 Uhr!

Wenn der Lärm verhallt ist, hol den Zettel 183 = 13 hervor und halte ihn über Deinen Kopf, so dass ihn alle lesen können und drehe Dich langsam in alle vier Himmelsrichtungen. Dann zerreiß den Zettel langsam. Verlasse den Bahnhof unauffällig und ohne mit den anderen Flash Mobbern zu reden.

Bitte agiere präzise wie beschrieben, der Effekt wird erstaunlich sein!

Dieser Flash Mob findet zeitgleich bundesweit in vielen Bahnhöfen statt.

Leite diese Einladung an alle Deine Bekannten weiter! Seid viele!

Das ganze in 160 SMS-Zeichen:

Flash Mob gegen Bahnprivatisierung SA 8.9. 11:50 Hbf Lärminstrument + A4-Blatt "183=13" 11:55 Lärm 11:57 Ruhe, Zettel hoch halten, langsam zerreißen, Bhf verlassen

Mehr Resonanz mit Presse

Journalistinnen und Journalisten interessieren sich für diese ungewöhnliche Aktionsform und schreiben dann auch über die Inhalte.

Kündigt den Flash Mob einige Tage vorher am besten telefonisch Euren lokalen Medien an. Vielleicht haben die Redaktionen auch schon von dem Aufruf gehört und sind besonders interessiert. Eine Mail oder ein Fax zu schicken, ist hier wirklich nur die viertbeste Lösung!

Teilt den JournalistInnen mit:
Per Mail, SMS und in Internet-Foren kursieren Aufrufe zu einem Flash Mob gegen Bahnprivatisierung am.... Den Aufruf mit der konkreten Ortsbezeichnung mitbringen oder zumailen (nach dem Gespräch)
Erklärt: Flash Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind über E-Mail und SMS initiierte kurzzeitige Ansammlungen von Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden. Flash Mobs erregen bei den Umstehenden Neugier und Verwunderung.
Der Flash Mob lässt sich gut fotografieren oder filmen, aber die Fotografen müssen schnell sein. Sichtbar ist der Flash Mob abhängig von den genauen Anweisungen.
Dieser Flash Mob ist ein Event mit politischem Inhalt: Er richtet sich gegen die geplante Bahnprivatisierung. Wenn der Aufruf überregional ist, dann betont, dass der Flash Mob bundesweit in vielen Städten stattfindet! Weckt keine zu hohen Erwartungen – Ihr wisst nicht, wie viele Menschen kommen. Aber bereits zehn Menschen können einen ganzen Bahnhof beschallen und eine erstaunliche Wirkung erzeugen.

Siehe dazu auch diesen Telefonleitfaden vom Flash Mob am 8. September:

Telefonleitfaden Flash Mob

Ich bin XXXXX von Attac/Bahn für Alle/Robin Wood und möchte Sie auf einen Termin aufmerksam machen.

Morgen (Samstag) findet kurz vor zwölf ein bundesweiter Flash Mob gegen Bahnprivatisierung statt. In mehr als 30 Bahnhöfen bundesweit wird diese Aktion stattfinden, unter anderem in Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Köln und Dresden. Die genaue Zahl der Teilnehmer ist unbekannt. (keine zu hohen Zahlen nennen!)

Diese Aktion ist sehr fotogerecht und auch für Ton- und Filmaufnahmen geeignet.

Ab 11.55 Uhr werden die Teilnehmer Krach machen bis genau 11.57 Uhr. Dann halten sie Schilder mit der Aufschrift "183 = 13" hoch und verlassen den Bahnhof.

—> die folgenden Infos können per Bedarf auch vermailt werden.

Per Mail, SMS und in Internet-Foren kursiert bundesweit der Aufruf zu einem Flash Mob gegen Bahnprivatisierung.

Flash Mobs ("Flash" für "blitzartig", "Mob" für "Menschen-Menge") sind über E-Mail und SMS initiierte kurzzeitige Ansammlungen von Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, die eine kollektive Handlung ausführen und dann wieder verschwinden. Flash Mobs erregen bei den Umstehenden Neugier und Verwunderung. Vor allem Jugendliche kennen und mögen Flash Mobs. Zeitschriften wie "Der Spiegel" widmeten im Jahr 2003, als die ersten Flash Mobs stattfanden, ganze Artikel diesem neuen Phänomen.

Die Flashmobber beziehen sich mit "183=13" offenbar auf eine Nachricht auf DeineBahn.de: http://deinebahn.de/story/57/1957.html

Die Bundesregierung und die Führung von SPD, CDU und CSU wollen die Bahn unter Wert verkaufen – die Deutsche Bahn hat ein Vermögen von 183 Milliarden Euro, die Hälfte der Anteile soll für voraussichtlich 6,5 Milliarden Euro verscherbelt. werden.

http://flashmob5vor12.twoday.net/

Tipps & Tricks zur Mobilisierung

  • Der Aufruf lässt sich auf A6 runterkopieren und so prima verteilen, z.B. in der Mensa
  • Kleinanzeigen in Zeitungen sind oft kostenlos, auch hier kann zum Flash Mob aufgerufen werden
  • Oft sind auch schon Aufrufe zu solchen Aktionen in den "offiziellen" Infomaterial-Ständern der Bahn aufgetaucht

Bündnis Bahn für alle