Erfahrungen in anderen Ländern

Die Privatisierung der Bahn ist kein deutsches Phänomen (wenn auch von der hier bevorstehenden Entscheidung eine Signalwirkung ausgehen könnte). Auch in anderen Ländern ist die Organisationsform des öffentlichen Verkehrs Thema. Es gibt einige abschreckende Beispiele privatisierter Bahnen und einige ermutigende Beispiele von Bahnen in öffentlicher Hand. Hier eine Zusammenstellung relevanter Texte, viele davon von unserem Bündnispartners "Bahn von unten".

  • Argentinien: Bahnprivatisierung bringt Demontage

  • Estland: Der Staat kauft die völlig heruntergewirtschaftete private Bahn zurück (externer Link zur Wochenzeitung WOZ).

  • Großbritannien: Railtrack, Ruf nach Wiederverstaatlichung, englischer Text über Unfälle, Interview mit britischem Bahngewerkschafter

  • Japan: In der ProBahn-Zeitschrift "Der Fahrgast 2/09" steht ein sehr gut geschriebener und informativer Text zu den Privatisierungserfahrungen der japanischen Eisenbahnen. Das Thema wird hier meines Erachtens eher positiv dargestellt. Daher habe ich etwas recherchiert und meine Vorkenntnisse erweitert. Ich teile nicht die Meinung, dass Japans Bahnen ein positives Beispiel - gewissermaßen eine Art "Paradebeispiel" - für Privatisierung der Bahn sind. Weiter lesen

  • Neuseeland: kauft privatisierte Bahn zurück

  • Österreich, 5.11.09: Bahnprivatisierung abgesagt

  • Österreich: Bei Schienen-Infrastrukturausbau Europaspitze
    Österreich nimmt in Europa bei den Schienen-Investitionen einen Spitzenplatz ein. Mit 205 Euro pro Kopf rangiert Österreich nach der Schweiz (284 Euro pro Bürger) an zweiter Stelle im Europa-Vergleich, was die Investitionen der öffentlichen Hand in die Schienen-Infrastruktur betrifft. Und im Verhältnis zur Straße liegt Österreich bei den Investitionen in die Schieneninfrastruktur (144 Prozent) sogar deutlich vor der Schweiz (115 Prozent) und noch klarer vor Deutschland (77 Prozent). Das geht aus einer Studie der deutschen "Allianz pro Schiene" hervor. Weiter lesen

  • Österreich: Postbusse

  • Österreich: ÖBB

  • Polen: Kapitalismus und die Bahn - Am 29. April 2009 haben die Gewerkschaftsführer der Bahn die Regierung bei einer Demonstration aufgefordert die Polnische Staatsbahn finanziell zu unterstützen. Schon heute sehe es so aus, dass der Bahn weniger Finanzen zufließen als den privaten Betrieben in den so genannten Speziellen Wirtschaftsgebieten. Weiter lesen

  • Polen: Mai 2010 - Nach Informationen der Gazeta Wyborcza wird PKP Intercity ab 1.6. 40 bis 50 Züge der Gattung TLK aus dem Fahrplan nehmen. lesen

  • Schweden: August 2008 - Der Vertrag für den Betrieb der Stockholmer U-Bahn wird jetzt neu ausgeschrieben – unter anderem bewirbt sich die Deutsche Bahn AG. Die Stockholmer U-Bahn ist zwar im Besitz der Provinzregierung, aber alle Aufgaben werden an private Unternehmen vergeben. Die U-Bahn wird seit fast neun Jahren von Veolia betrieben, einem französischen Konzern. Die Busse dagegen werden von neun verschiedenen Firmen betrieben. Die StockholmerInnen sind mit Veolia zwar unzufrieden, stellen aber nicht das System der Privatisierung öffentlicher Aufgaben in Frage. Die meisten denken, man habe bloß den falschen Betreiber ausgewählt. Mehr zu dem Schwedischen ÖPNV bei indymedia

  • Schweiz: Deutsche Spinne oder Schweizer Netz? - Netz- und Fahrplanentwicklungen im Vergleich (Prof. Dr. Wolfgang Hesse in Eisenbahn-Revue International, 2/2006): pdf (225Kb).

  • Schweiz: Tim Engartner kontrastiert die deutschen Pläne mit dem Schweizer System der Bürgerbahn (in Bahn-Forum Wissenschaft): html.

  • USA: Amtrak

Argentinien: Streckennetz vor und nach der Privatisierung

Bündnis Bahn für alle