Bündnis kritisiert Privatisierungswahn der Bundesregierung
30.8.2006: Auch das Eigentumsmodell schadet Fahrgästen und Steuerzahlern
Mit scharfer Kritik hat das Bündnis "Bahn für Alle" auf die gestrige Sitzung des Lenkungsausschusses Verkehr der Bundesregierung reagiert. "Die Regierung will auf Teufel komm raus an der Bahnprivatisierung festhalten, obwohl sie heillos zerstritten ist und der viel zu enge Zeitplan eine seriöse Klärung der Folgen eines Verkaufes unmöglich macht", sagte Werner Reh, Vertreter des BUND in dem Bündnis. Ein Bahnverkauf - egal in welcher Variante - führe zu gravierenden negativen Folgen für Kunden, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die Umwelt. Das gelte auch für das so genannte Eigentumsmodell, das die Mehrheit nun umsetzen will. "Aber die generellen Folgen einer Privatisierung interessieren die Politiker in ihrer Modelldiskussion offenbar überhaupt nicht mehr", kritisierte Chris Methmann, Vertreter von Attac bei "Bahn für Alle".