Kampagne "Bahn für Alle" warnt vor dem Ausverkauf der Bahn

26.5.2006: Kampagne "Bahn für Alle" warnt vor dem Ausverkauf der Bahn

Hauptbahnhof Berlin: erst eröffnen, dann verramschen?

Anlässlich der Eröffnung des Hauptbahnhofes in Berlin am Wochenende protestiert die Kampagne "Bahn für Alle" gegen den geplanten Verkauf der Bahn an private Investoren. "Parallel zu den prunkvollen Eröffnungsfeierlichkeiten betreiben die Gastgeber den Ausverkauf der Bahn", kritisiert Hendrik Auhagen von Attac. "Wir wollen eine kundenfreundliche Bahn für alle. Statt dessen droht jetzt ein kurzsichtiges Verschleudern 170 Jahre alten Gemeineigentums."

"Der neue Hauptbahnhof spiegelt eine Bahnpolitik wider, die gnadenlos auf die Profitinteressen der Investoren hin orientiert ist", stellt Winfried Wolf von der Bahnexpertengruppe "Bürgerbahn statt Börsenbahn" fest. Der Hauptbahnhof sei nicht für die Reisenden geplant. Kaum ein anderer Fernbahnhof sei so ungenügend in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden.

Die Kampagne "Bahn für Alle" warnt zudem vor den längerfristigen Folgen eines Bahnverkaufs. "Die Gewinne, die die Investoren einplanen, erfordern harte Einsparungen am Fahrplanangebot, an den Beschäftigten, an der Wartung, am Service", erklärt Kerstin Fürst von der Initiative "Bahn von unten". "Zuerst bekommen das die Bahnbeschäftigten zu spüren. Sie müssen um ihren Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen bangen."

Die Kampagne fordert ein Umdenken und den Stopp der Ausverkaufs-Planungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Bahn in öffentlicher Hand.

Ihre Ansprechpartner: * Hendrik Auhagen, 0171 / 2855064 * Kerstin Fürst, 0162 / 5646067 * Winfried Wolf, 0177 / 67244377

Bündnis Bahn für alle