Zugzählungen in Stuttgart 1966 und 1970

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Erläuterungen zur Grafik "Zähltag Freitag 10.7.1970"

Die Folie wurde 1970 vom Betriebsdienstleiter der Bundesbahn-Dienststelle: "Bf Stuttgart Hbf" (Herr Schraft) erstellt und trägt amtlichen Charakter.  Als Grundlage diente das von den Fahrdienstleitern Stellwerk 1 (Vorortgleise, noch kein S-Bahnbetrieb) und Stellwerk 2 (Fernbahngleise) für Freitag 10.7.1970 geführte Zugmeldebuch.

Zur Beurteilung der damaligen Bahnhofsleistung (was nicht die Höchstleistung war) in Stunde 8 (8 - 9 Uhr) sind folgende Graphikkurven relevant:

  • Kurve blau auf grüner Linie, Einfahrten mit Höchstzahl 36 Zügen
  • Kurve blau auf grüner Linie Ausfahrten mit Höchstzahl 28 Zügen
  • Kurve rot, Summenkurve Ein- und Ausfahrten 64 Züge

Gezählt wurden damals beginnende und endende Züge je einmal, durchlaufende Züge (z.B. München -- Frankfurt und Esslingen -- Ludwigsburg (Vorortzüge) zweimal. Durchlaufende Züge mit der gleichen oder veränderten Zugnummer werden heute nur noch einmal gezählt.

Somit ist die Zahl der zweimal gezählten Züge jeweils um einen Zug zu bereinigen. Die Zahl der durchlaufenden Züge wurde dem Fahrplan für 1970 entnommen.

Ergebnis: Die so bereinigte Zahl ergibt 64 Züge minus 9 Züge = 55 Züge als Stundenleistung (nicht Höchstleistung) in Stunde 8.

Egon Hopfenzitz, 1981 bis 1994 Leiter des Stuttgarter Hauptbahnhofs (Erklärung vom 27. Juli 2011)
 

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